Öfter mal begab sich Geheimrat Göthe nach Offenbach, denn dort wohnte seine Freundin Ana Elisabeth. Die Beziehung fand ein baldiges Ende, da der Poet die Edelfrau mit seinen öden Quiz-Spielen langweilte. (\"Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn?\") Sie kannte das Land nicht & hatte bald keine Lust mehr & der Dichter-Fürst das Nachsehen. - Der zweite Frankfurter Titan, den es nach Offenbach zog, war Robert Gernhardt. Der Philosoph suchte Schönheit, erkannte dann aber die Vorzüge der Hässlichkeit & beschrieb sie eindrücklich. - Von den beiden galaktischen Denkern & Dichtern ist der Weg nur kurz zu Peter5 (12,5 km), der immer mal mit der Kamera unterwegs ist & die Schönheit in der Hässlichkeit findet, in beiden Städten. - \"Stolen Moments\"? Eine Komposition von Oliver Nelson, die immer in meinem Kopf ist, wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin.

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Hallo Kamisch, offenbar hast du Offenbach mit Offenburg verwechselt. Gruß an deine offenbar böhmische Oma. Ahoj!
Hallo Kattelbach (oder besser Katelbach?) Ja, wir Frankfurter haben schon immer gegendert & das maskuline -er durchs viel elegantere -ä ersetzt. "Alle Hesse sin Väbrächä, denn sie klaue Aschebeschä."
Hier noch mal Kamisch. Josefa? Josefa!!! Meine Oma hieß Josefa - Josefa Kamisch. Das kann kein Zufall sein! Eine Botschaft aus einer anderen Dimension. Als die starb, war Offenburg noch nix. Die erlebte in Wien den Kaiser und Frankfurt hatte noch Sinn! Josefa - "stolen epochen". Josefa - in den Himmel outgesourcte Omi!
Hallo Mollo38.
Genial. That's entertainment!! Als mein Computer ansprang, musste ich so lachen, dass der Kaffee in die Tastatur geschwappt ist, aber das wars wert. Mollo38!! Steht das für Molotov? Drusba, Briderchen! Ich habe das sichere Gefühl, wir werden noch viel Spaß miteinander haben. Bleib am Ball! Bis zum nächsten mal.
Hallo Kamisch,
wir sollten Q4 dankbar für seinen Beitrag sein, denn er gewährt uns Einblick in seinen Kosmos, in dem eine logische, nachvollziehbare Ordnung waltet: dicke Rahmen: gute Bewertung. Dünne Rahmen: schlechte Bewertung. - Fotos? egal, Hauptsache Gestaltung.
Welche "Gestalter" laut Q4 zu gut bewertet werden weil sie Kultstatus haben? Ich kann nicht gemeint sein bei meiner relativ bescheidenen Popularität. Außerdem bin ich ja auch gar kein Gestalter laut Q4.
Ich denke, Hermann, Traude & Co funktionieren auch so ähnlich wie Q4. Möchten gern Lehrer sein & strenge Noten geben, finden hier ihr Betätigungsfeld.
"Gar net ignoriern." sagt der Frankfurter mit typischer Gelassenheit & wendet sich wichtigeren Themen zu.
Laras Ara macht Krach. Dass bei Cewe scharf zensiert wird, habe ich auch schon gemerkt. Vorsicht bei der Wortwahl!
Das zitierte Göthe-Gedicht wurde laut meiner Quelle ("Hell und schnell", Herausgeber: R. Gernhardt !!) nicht vonRingelnatz, sondern von Hans Magnus Enzensberger durch den Wolf gedreht, dann auch von mir selbst noch passend gemacht. "Müsseldrehler strohn und spaun mich an." Kann man es treffender ausdrücken?
Danke für deine Beiträge Will nicht allein sein mit Suhl, Gemauch und Müsseldrehler. Peter5
Hallo Peter5: Mein Text ist wieder da. Die Verantwortlichen haben ihn wieder freigegeben, mit der Bitte, die Nettiquette nicht außer acht zu lassen. Das werde ich jetzt tun - mit Auslassungen - und die zarten anonymen Seelen draußen im www entgehen so ihrer Traumatisierung.
Post für den geheimen Nachtrat Peter, dem Nacht- und Schattenjäger, der unmittelbar neben Göthe und sofort hinter Fürst Gernhardt urbane Momente den Städten Offenbach und Frankfurt entreißt. Chapeau! Dein Fotobuch ist was ganz Besonderes. Dein Versuch, einer fließenden Zeit Momente zu entreißen, die es nur einmal gibt, die unwiederbringlich sind, die überraschend und innig sind, ist dir perfekt gelungen. Deine Fotos sind 1malig und einmalig schön, so wie unser Leben, das zwischen zwei Unendlichkeiten nur kurz aufblitzt. Ewig waren wir nicht da und - knipsblitz - ewig werden wir nicht mehr sein. Du schenkst uns mit deinem Buch diese "Dazwischenknipsmomente". Menschen und Menschengestaltetes, Vereinsamtes und Hässliches, Anonymes und Traumverlorenes, Abgehängtes, Verlassenes und auf kalten Pflastern Aufgeschlagenes, zwischen Unkraut und Farbgeschmiere Träumendes. Mit deinem perfekt für diese Momente trainierten Auslösefinger rettest du diese Einmaligkeiten vor ihrem Verlust. Du frierst Momente ein und schenkst ihnen so ihr ewiges Leben. Mehr noch, deine Bilder besetzen sofort unser Langzeitgedächtnis. Und warum? Doch nur deshalb, weil sie nie inszeniert wirken, weil sie zufällig sind, weil sie den Augenblick in die Ewigkeit transformieren und weil die Protagonisten ausnahmslos unbewusst agieren. Du machst Robert Gernhardt's Gedanken sichtbar, als dieser einst durch Metzingen ging und in der Welthauptstadt des "Outlets" die "ästhetische Besinnungslosigkeit" wuchern sah und Neues auf Alt geschminkt in die Altstadt "hineingeko.....(Achtung Nettiquette)" beschrieb. Ja ja, Metzingen ist überall. Dein Buch ist Mahnung und Bewunderung. Es ist eine wertvolle Ist-Beschreibung unserer postindustriellen Welt. Dein Buch ist Trauer und Zuversicht. Es ist Resignation und Hoffnung. Es dokumentiert das Erfrieren unserer Seelen inmitten einer völlig überhitzten Welt.
Aber - Kritik:
Ich habe bei KI nachgefragt. Wie heißt es richtig?
"Ein sichter Lurb die Gonten Schaffeln geun, die Mespe strall und hiech der Leubahr staust"
KI sagt, Ringelnatz wollte sagen: "Ein sicherer Lorb die Ganten schaffteln schon, die Mespe strallt und hoch der Leubar staust!"
Peter, du siehst schon anhand dieser zwei Zeilen, wie wichtig die KI inzwischen geworden ist. Sie ist aus unserem Kulturbetrieb nicht mehr wegzudenken. Die KI bringt uns wieder verlorengegangene Sinnhaftigkeit zurück.
Peter, du musst besser rescharieren. Nur dank KI konnen die SinnWelten, die zwitschen diesen beiden Setzn liegen wida 1nigermassen geschlosn werdn. Da "ko....(achtung netjiketenvastooss!!) mein mOps. Bitje in duzunft seubara tsidiern. Kodsdem - Da zopft mein herz und gluen 20sig sterzne!
Hallo Q4me17, danke für deinen Beitrag, der die Kritik verbalisiert. Natürlich ist meine Meinung eine andere.
"Das Thema ist zu düster". - Das Thema ist - wie fast immer bei mir - der Alltag in Frankfurt & Offenbach. Dass hier keine Sonnenuntergänge & Kreuzfahrten zu erwarten sind, ist von Anfang an klar. Wer das sucht ist bei mir sowiso falsch. "Fotografiere vor deiner Haustür", sagt Cartier-Bresson & genau das mache ich. Es gibt genug andere Cewe-Bücher über Wolkenkratzer, Polarlichter, Strände, etc., aber (fast) nichts in der Art von Straßenfotographie mit Menschen, wie ich sie praktiziere. Oder?
"Langzeitbelichtungen kommen zu oft vor" - Mag sein, aber ich habe es hier immerhin mal ausprobiert. "No risk, no fun." Andere machen sowas nie, riskieren nichts, okay.
"Die Gestaltung ist zu einfach". - Weil ein einfacher, sachlicher Stil für das Thema Straßenfotografie angemessen erscheint. Gestaltung ist nie "zu einfach"!! Wer seine Urlaubsfotos mit Girlanden & Sprüchen garnieren will, ("Enjoy the moment".) soll dies tun, aber mein Stil ist es nicht.
Nach dieser Logik wäre ein im Buchhandel gekauftes Buch von Vivian Meier ein schlechtes, denn es ist ja nicht "gestaltet", enthält nur Fotos von Straßen in Chicago. Ein Buch ist für mich aber nicht dann "richtig toll", wenn es "aufwändig" ist, sondern wenn die Fotos gut sind.
Es ist bezeichnend, dass sich die Kommentare hier fast immer auf Gestaltung, Schrift,etc. beziehen, aber selten nur auf die Fotos, deren Qualität oft in keinem Verhältnis steht zum Aufwand der "Gestaltung".
Würde mir gerne auch mal deine - offenbar nicht so düsteren - Fotos ansehen, aber die finde ich leider nicht. Das hast Du mitTraude, Heinrich etc. gemeinsam.
Ich werde sicher auch in Zukunft noch Fotos mit einfallslosen Rahmen hier präsentieren. Freue mich auf eure Kritik. Immer neugierig: Peter5.
Mensch KUforMe, das war wohl nix. Mit deiner Zensierung und deiner Rechtfertigung hast du genau das Gegenteil dessen erreicht, was du bezwecken wolltest. Du hast vielmehr dem Claus eingestanden, dass es nicht das von dir kritisierte Bewertungsystem von Cewe ist, das dich ermutigte, zu werten, sondern dein dunkles Gefühl, dass schwarze Rahmen zu einfalllllos und Nachtfotos zu düster und Langzeitbelichtungen zu langzeitig und rahmenlose Fotos zu rahmenlos und gute Bewertungen zu sehr gut seien. Du hast das Gegenteil dessen bewertet, was du bewerten wolltest - nämlich dich.
Mensch Perter5:
Schade, es sollte nicht sein. Da schwang ich mich auf und habe einen für meine Verhältnisse perfekten Text an dich geschickt. Eine Verneigung vor deiner Kunst sollte er werden. Irgendwo angesiedelt zwischen der vertrauten Schönheit des Hässlichen, eingezwängt zwischen Offenbach und Frankfurt, veredelt mit Gernhardt, Kitzingen und Ringelnatz. Und zum Erblassen des Dichterfürsten Göthe nach noch ein eingestreuter Mops von Ernst Jandl. Allein das wurde nix - auch mein Text wurde in seiner Einmaligkeit ein "Stolen Moment". Hier walten offenbar höhere Kräfte, die die Sichtbarmachung von Wörtern verhindern indem sie Hand an Texten anlegen. Schade, ich hätte die Sätze vorher abfotografieren müssen - so wie du das mit deinem konservierenden Blick auf Flüchtiges so genial machst. So wie du, der Schnelles und Vergängliches so perfekt vor ihrem Plötztot rettet. Mein Vorschlag: Vielleicht bittest du in O. dass sie dir meinen Text, der als Geschenk für dich gedacht war, mit dem Ausdruck des größten Bedauerns zurückgeben. Du bist der Eigentümer dieses Textes. Bring das so zum Ausdruck.
Glückwunsch noch einmal zu deinem genialen Buch.
Also dann mal zu der Erklärung meiner Bewertung:
Ersteinmal : Es muss hier Abstufungen geben. Ich kann doch keine volle Punktzahl geben, wenn mir das Buch nicht so gefällt! Ansonsten wird ein richtig tolles, aufwändiges Buch genauso bewertet.
Ich finde das Thema insgesamt zu düster, die schwarzen Rahmen einfalllos, und die Gestaltung zu einfach.
Die Langzeitbelichtungen kommen mir zu oft vor. Hier wäre weniger mehr.
Ich finde das Bewertungssystem von Cewe viel zu einfach: Eine Scala von 5,0 ist viel zu wenig differenziert + es fehlen mir ein paar Kategorien.
Ach ja: Was mich auf nervt: Hier werden viele Gestalter einfach gut bewertet, nur weil sie sich hier einen Namen gemacht haben.
Das ist für mich nicht objektiv
Hallo Heinrich 2020.
Im September 23 wolltest Du mir bereits Deine legendären Straßenfotos präsentieren, auf die ich mich schon freute. Vergeblich! Stattdessen kommt jetzt diese 3-Sterne-Bewertung meines März-Buches. Was soll ich damit anfangen? Falsche Blende? Entfernung zu groß? Hintergrund zu unruhig? Falsche Kamera?
Ich bin ratlos, wie der Zauberlehrling bei Göthe. Qforme17 kritisiert auch hart & hilft nicht weiter. Fehlt nur noch "Traude", die strenge Berwerterin.
Ich brauche die Ratschläge dieser Könner & Experten, um aus der Mittelmäßigkeit herauszufinden, am besten auch ein paar lehrreiche Beispiele!
Immer noch lernfähig: Peter5.