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Danke Peter! Hier drauf trinken wir beide einen Schluck aus meiner Hausapotheke. "Zeit steht still! Wir sind es, die vergehen." Mascha Kaleko
Hallo Kattelbach. Ich habe Deinen Beitrag mit Verspätung gelesen, weil ich zu tun hatte. Ich bin (fast) sprachlos über Deinen Kommentar & die literarischen Bezüge.
Der wesentliche Antrieb zu fotografieren ist für mich in der Tat: die Zeit. Was nutzt es, ein Gebäude zu fotografieren, wenn es nicht in Bezug gesetzt wird zu den Menschen, die daran vorbeigehen? Der Dom steht in 100 Jahren noch genauso da. Wir aber (oder unsere Kinder) wollen wissen: Wie sahen die Leute aus, die davor stehen? Deshalb fotografiere ich Menschen in ihrer Umgebung. Das interessiert mich.
Die Zitate drücken dieses Bestreben besser aus, als ich es selber tun könnte. Ich werde ihnen einen Platz einräumen in kommenden Büchern. Danke.
Und wieder einmal so ein Spaziergang in Schwarz-Weiß - mit ihm. Mit ihm, der mit seiner Kamera so Tiefgründiges und Nachdenkliches, so Langlebiges und Flüchtiges, so Einsames und so Gemeinsames in mein Langzeitgedächtnis zu tätowieren vermag.
Suchende Menschen! Strebende Menschen! Traurige Menschen! Gelikte Menschen! Dislikte Menschen! Hastende Menschen! Eitle Menschen! Arme Menschen! Nette Menschen! Getriebene Menschen! Vertriebene Menschen! Unglückliche Menschen! Erfüllte Menschen!
Meisterhaft porträtiert. Ganz Frankfurt scheint ihn schon zu kennen. Niemand zuckt zurück. Als scheinen sie ihn schon zu erwarten. Sie geben sich ihm preis, im tiefen Vertrauen, dass er ihre Identität und ihren Stolz wahrt. Peter, der Mann mit Leidenschaft, der lautlose Beobachter! Der Mann ohne Eigenschaften! Der Mann, der Frankfurt und seinen Menschen schon ein Denkmal gesetzt hat.
Robert Musil wird mir präsent. Ein ganzes Leben schon stöbere ich schon in seinem Jahrhundert-Werk. Es wird nicht reichen.
Und seltsam - immer wenn ich deinen Foto-Büchern blättere, ist mir Musil sofort zur Seite. Hier einige seiner Gedanken.
"Geschichte wir, geschehen wird - sogar Kunst wird aus einem Mangel an Glück."
"Sie litten alle unter der Angst, keine Zeit für alles zu haben, und wussten nicht, dass Zeit haben nichts anderes heißt, als keine Zeit für alles zu haben."
"Von Unglücksvögeln und Glückspilzen mal abgesehen, leben alle Menschen gleich schlecht - aber sie leben es in verschiedenen Etagen."
"Wir haben heute keine inneren Stimmen mehr, wir wissen heute zu viel. Der Verstand tyrannisiert unser Leben!"
"Der Zug der Zeit ist ein Zug, der seine Schienen vor sich herrollt. Der Fluss der Zeit ist ein Fluss, der seine Ufer mitführt."
"Der Augenblick ist nichts, als der wehmütige Punkt zwischen Verlangen und Erinnern."
Und schließlich zu Frankfurt und zu dir: "Städte lassen sich an ihrem Gang erkennen - wie Menschen!"
Mit deinen Fotos machst du Unsichtbares sichtbar. Dafür meinen Dank.
Hallo Peter,
ein guter Blick für die Augenblicke des Lebens und bestens festgehalten. Ich finde es toll, hier auch schwarzweiße Fotobücher zu finden. Henri Cartier-Bresson ist auch mein großes Vorbild, natürlich unerreicht. Mit welcher Kamera fotografierst du?
Ich danke dir auch für dein positives Feedback unter meinem schwarzweißen Fotobuch. Darüber habe ich mich sehr gefreut.
Herbstliche Grüße nach Frankfurt!
Hallo Heike. Schön, dass wir ähnliche Interessen haben. Ich sehe mir auch gern die Fotos von Alan Schaller an, ein Londoner Fotograph, der sehr kontrastreiche Fotos macht.
Ich habe eine Sony alpha 6000 benutzt mit einem manuellen Samyang 12mm Objektiv (entspricht 18mm Kleinbild). Bei diesem Weitwinkel muss man nahe rangehen. Manchmal nehme ich auch eine Fujifilm mit 23mm, aber nicht in diesem Buch. Viele Grüße.
Hallo Peter,
Vielen Dank für den Tipp, die Bilder von Allan Schaller anzusehen. Sehr spannend und inspirierend. Es ist eine extrem harte schwarz-weiß Darstellung, die nur noch wenigen Grautöne Raum lässt.
Danke für deine Info zu deinen Kameras. Ich wünsche dir weitere unendlich viele Möglichkeiten, die Welt festzuhalten. Heike
Hallo Peter5,
das zweite SW-Buch, das ich an diesem Morgen aufblättere, das mich fesselt. Was für eine detailiierte, liebevolle und gleichzeitig distanzierte Asueinandersetzung mit einer Stadt und den Menschen in dieser Stadt! Deine Bilder zeigen variantenreich, was SW-Gestaltung vermag, sie ziehen mich mit hinein in "Stadt" in allen Facetten. Und dazu die absolut auf die Bilder zugeschnittene Gestaltung, die diese sprechen lässt! Danke fürs Zeigen!
Tine 78
Hallo Tine, ich freue mich über Dein Lob. Man findet zum Glück immer wieder was Neues in der Stadt, je nach Wetterlage & Leute, die man trifft. Wenn man locker bleibt & freundlich ist, gelingen die Fotos.
Ich bin wie immer begeistert. Ich finde Deine Schwarz-Weiß-Photographie einfach super, daher ein Herz von mir.
Danke, Josefa. Die Fotos sollen eine Geschichte erzählen. Dann kommen sie ins Buch. Grüße.
Hallo, Peter5,
dieses Buch hat was, kann was. Der Autor auch: Sie fesseln, lenken den Blick nach innen, lassen nachdenken, verleiten - wie toll - zum verweilenden Betrachten, zum Lesen der Bilder, in denen nicht nur Grau und Schwarz und Weiß gezeigt werden, manches verhüllt, verschleiert bleibt - im Unscharfen und deshalb auch so spannend - bis zum Schluss. Manch hintergründiger Humor - im richtigen Moment abgedrückt - blitzt auf, der Leser schmunzelt und goutiert die Szene. Weiterhin gut' Licht, gut' Schatten und viel Spaß bei dieser persönlichen Sicht- und Präsentationsweise. Und natürlich: Bildschöne Grüße,
Claus
Hallo Claus, wie schon früher, formulierst Du meine Gedanken besser als ich es selbst könnte. Danke! Tatsächlich habe ich einige male versucht, auf die "Highlights" zu belichten (z.B. S. 55), so dass die Schatten dunkel bleiben. Gelingt nicht immer, aber manchmal doch. Auch Dir, "Gut Licht".
Hallo Birgit,
danke für Deinen motivierenden Kommentar. Ich sehe mir jedenfalls mit Interesse Deine Industrie-Reportagen an, die mich an die Fotografien der 60er & 70er Jahre aus dem Ruhrgebiet erinnern. Mein Ansatz ist nicht so systematisch, eher spontan. Dass ich meistens s/w fotografiere liegt daran, dass ich Farben zwar sehe, aber nicht unterscheiden kann. Bei s/w fühle ich mich sicherer. Gruß in die Feininger-Stadt Halle.
Hallo Peter! Das Herz 3 fliegt zum Gleis 3! :-) Wieder so ein sehr gelungenes Fotobuch von Dir. Ich mag Deine Bücher sehr. Minimalistisch und nur fixiert auf die Protagonisten. Die durchgängige Gestaltung in s/w unterstreicht den fotografischen Charakter und macht Lust, sich auch einmal in diesem Genre zu bewegen. Meine Stadt Halle hat auch einen Hauptbahnhof, auch ein Gleis 3, wenig Banken, eine Oper, eine Goethestraße, eine Altstadt, nette Leute und Licht und Schatten. Mal sehen.
Danke fürs zeigen und die Ideengebung. Liebe Grüße Birgit