Liebe Community,
mein nächstes Lost-Place-Objekt nach der Sommerpause führte mich dieses Mal in unsere Landeshauptstadt nach Magdeburg. Dort steht die ehemalige Justizvollzugsanstalt. Seit 2013 ist sie verlassen. Über 120 Jahre Gefängnisgeschichte gingen zu Ende. Pläne für eine Weiter- bzw. Umnutzung gab es, letztendlich scheiterten sie alle. Seit 2024 ist die JVA ein offizielles Lost-Place. Dieses Gefängnis ist eines der eindrucksvollsten Lost Places Gefängnisse in Deutschland.
Ein großes Areal für das ich 6 Stunden Zeit zu fotografieren hatte. Wegen guter Führung durfte ich schon eine Stunde früher nach Hause fahren. Hier meine Eindrücke.
LG Birgit

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Liebe Birgit, da habe ich doch glatt Dein neuestes LP-FB verpasst, weil ich keine Zeit hatte...😮Aber für ein ❤️und ehrlich gemeinte lobende Worte ist es ja nie zu spät! 👍Schon als ich Deinen Einleitungstext gelesen habe, musste ich wegen der guten Führung schmunzeln. Wie passend! Aber ich muss sagen, danach ist mir das Schmunzeln schon vergangen! Eine JVA, die schon in der Kaiserzeit existierte: was diese Mauern alles erlebt und gesehen haben! Und wie schön, dass es engagierte Menschen gibt, die sich damit befassen und damit wider das Vergessen ankämpfen! Zum Schluss muss ich Dir noch meinen Gänsehaut-Moment erzählen: Heute früh habe ich im Autoradio auf einem Oldie-Sender "Jeanny" von Falco gehört. Das Lied macht sowieso immer was mit mir. Und dann Deine S. 19 mit den Zitaten, mir lief es gleich wieder kalt den Rücken runter...Mit diesem Gefühl habe ich dann die folgenden Seiten so intensiv erlebt!
Das ❤️war schon gesetzt, dazu noch LG aus Dresden nach Halle von Karin.
Liebe Birgit,
beeindruckende Fotos und lehrreiche Texte machen dieses Fotobuch zu einer informativen und sehenswerten Dokomentation über die JVA Magdeburg.Langsam werde ich Fan deiner LP Bücher.Ich muss gestehen,dass ich mich nie so richtig damit befasst habe.
Sende dir aus dem herbstlichen Taunus liebe Grüße und ein❤️ Jutta
Liebe Jutta, na das finde ich ja klasse, einen neuen Fan gewonnen? Mit meines Lost Place Touren gehe ich sehr gerne auf geschichtliche Erkundungsreise. Bereits im Vorfeld beschäftige ich damit. Ich denke, irgendwann ist es auch mit dem Besuch der JVA vorbei. Auch wenn geplante Vorhaben letztendlich ins Wasser gefallen sind, so wird es irgendwann auch für dieses Areal neue Pläne geben. Oftmals heißt es schnell zu sein, viele Objekte die solche Anbieter mal im Programm hatten sind mittlerweile Geschichte. Will sagen, verkauft, abgerissen oder anderweitig genutzt. Ich hoffe, dass ich auch im nächsten Jahr noch den einen oder anderen Ort besuchen kann. Gestern war ich gerade wieder auf Fototour und habe zwei tolle Spots besucht. Für dieses Jahr soll es dann aber gewesen sein. In der kalten Jahreszeit mache ich sowas nicht so gern, diese Orte sind oftmals kühl.
Vielen Dank für deinen netten Kommentar und dem Herz. Auch von mir gehen herbstliche Grüße von Halle zum Taunus, Birgit.😊
hi Birgit,
sei dankbar, dass man deine "gute Führung" auch sofort erkannt hat. Die Vorstellung, dass du immer noch dort sein müsstest, macht nicht fröhlich.
Fotobücher von LOST PLACES wie diese machen immer einerseits traurig und nachdenklich, aber andererseits ist es sicherlich auch richtig und wichtig, diese Orte nicht vergessen zu lassen.
Danke für's zeigen.
Es war mir ( mit einem weinenden und einem lachenden Auge ) ein Vergnügen.
liebe Grüße
Winterschlaf
Hi Winterschlaf,
zuerst vielen Dank für deine netten Zeilen und dem Herz. Es freut mich. Und ja, ich war erleichtert und froh als ich mich wieder in die Freiheit begeben konnte.
Du hast es gut auf den Punkt gebracht. Vergessene und verlorene Orte fotografisch festzuhalten kann schon in gewisser Weise traurig stimmen. Sie machen immer nachdenklich, im Vorfeld als auch in der Nachbereitung. In den vielen alten Fabriken haben Menschen oftmals unter schwierigsten Bedingungen ihren Lebensunterhalt verdient. Mitunter waren ganze Generationen dort um ihr Leben zu finanzieren, viel Herzblut floss. Für viele Werke und Fabriken kam gerade nach der Wende das Aus. Mit meinen bescheidenen Büchern über diese Orte möchte ich einen kleinen Beitrag gegen das Vergessen leisten.
Lost Places sind immer nur Orte auf Zeit. Irgendwann sind sie weg. Verlassen, zerstört, andere Nutzung etc.. Nutzen wir die verbleibende Zeit diese Orte noch ein wenig ins Leben zu rufen.
Mit lieben Grüßen
Birgit aus Halle an der Saale
Hallo Peter,
schön, dass ich dich auch dieses Mal mit auf eine 120-jährige Geschichte mitnehmen durfte. Jeder Spot will anders erzählt sein mit seiner ganz eigenen Vergangenheit. Fotografisch ist jeder Ort immer wieder eine neue Herausforderung.
Vielen Dank für deinen Kommentar, ich freue mich.
Sonnige Grüße an dich und Frankfurt von Birgit aus Halle
Liebe AnkeR,
toll, wenn ich vielleicht in der nahen Zukunft einen Fan mehr begrüßen kann. Naja, zwischen Reisebüchern und Fotobücher über verlorene Orte liegen Welten. Aber auch sie sind interessant und verdienen es nicht so ganz vergessen zu werden.
Ich bedanke mich recht herzlich für deine netten Zeilen und dem Herz. Liebe Grüße aus Halle an der Saale von Birgit
Liebe Andrea,
du hast recht, man mag sich nicht vorstellen, was sich in den 120 Jahren dieses Gefängnisses so alles abgespielt hat. Ein bisschen wollte ich mit meinem Fotobuch von der JVA erzählen, schön dass ich dich mitnehmen konnte. Ich danke dir für das Herz und den netten Zeilen und wünsche einen Guten Abend. Liebe Grüße Birgit
Liebe Birgit,
der Besuch und die Dokumentation dieses außergewöhnlichen Gefängnis-Lost-Place, war bestimmt auch für dich eine ganz besondere Herausforderung. Wenn die Mauern sprechen könnten ... 120 Jahre Haftgeschichte, von der Kaiserzeit bis zur DDR und Nachwendezeit ... Und jetzt Stille, die fotografische Stille. Oder wie du so präzise und punktgenau dein Werk getitelt hast: Die Leere bleibt. Zahlreiche Spuren, die vom Gefängnisalltag erzählen, die bedrückende Enge hast du authentisch in Bildstrecken und atmosphärischen Detailaufnahmen in nahezu durchgängigen s/w Darstellungsweisen ausdrucksstark zu Papier gebracht und für die Bildlegung die perfekten dunklen Fonds gewählt. Der Verzicht auf Farbe wird zum Gestaltungsmittel. Die Aufnahmen hinterlassen tiefe und einzigartige Eindrücke. Nicht weniger eindrucksvoll deine Texte, die unter die Haut gehen. Recherche, die Respekt verdient. Wieder ein beeindruckendes Zeugnis gegen das Vergessen ohne Verfallsdatum wertvoll auf Papier gebracht.
Grüße an dich und deinen Volker nach Halle, Ferdi
Lieber Ferdi,
als Erstes möchte ich vielen Dank für deine Grüße an mich und Volker sagen. Gerne erwidern wir diese. Über dein vorausgeeiltes Herz und den anerkennenden Kommentar ist meine Freude groß.
Mein zweiter Besuch in einem Gefängnis. Zugegeben, wieder ein etwas beklemmendes Gefühl. Bereits am Eingang meterhohe dicke Tore, Kameras, viele Meter Stacheldraht überall. Über 100 Jahre bedrückende Geschichte. Besonders haben mich die späteren DDR-Jahre interessiert, da war man selbst mittendrin im Geschehen.
Dieser Lost Place war prädestiniert für eine dunkle s/w Gestaltung. Nur durch diese Gestaltung wollte ich Emotionen wecken, gut dass mir das gelungen ist. Größtenteils habe ich die Bilder sprechen lassen, unterbrochen von relativ wenigen Texten. Aber Texte, die wichtig sind und nicht vergessen werden dürfen. Ja, sie haben kein Verfallsdatum!
Meine Lost Places Fotobücher verlangen nach viel Zeit und entsprechenden Gestaltungen. Das ist keine leichte Aufgabe. Umso mehr freue ich mich, wenn ich allen Interessenten einen Ort vorstellen kann der es wert ist nicht vergessen zu werden. Eben über 120 Jahre Geschichte hinter Mauern.
Lieber Ferdi, danke für deine Zeit, deinem Herzle und den Grüßen. Ich gebe gerne alles zurück, an dich und Heide. Tschüss bis zum nächsten Mal Birgit & Volker aus Halle.
Liebe Birgit,
wir waren zwei Wochen verreist, deshalb komme ich erst jetzt dahergeschlendert und bin dir über Treppen und dunkle Flure in Angst einflößende Räume gefolgt. Oh Mann, kann ich da nur sagen.... was es für Orte gibt! Orte zum Schaudern! Diesmal finde ich deine Gestaltung richtig richtig grandios! Sehr passend! Wie z.B. die Deko mit Maschendraht und Stacheldraht, und fast alles in ganz dunklem S/W.! Alles hinterlässt einen tiefen Eindruck in mir.
Ich schicke dir Herz und liebe Grüße
und gehe gleich noch mal durch diese aufgegebene JVA.
Liebe Angela, du hattest Urlaub, wie toll. Du bzw. ihr habt euch bestimmt gut erholt. Wir haben heute einen total sonnigen Herbsttag, in der Heide (Wald am Stadtrand) hat ein fantastischer Altweibersommer Einzug gehalten.
Ja, was gibt es alles für Orte. Im Rahmen meiner Fototouren war die JVA mein 2. Besuch in einem Gefängnis. Ein Gefängnis zu erkunden und fotografisch zu dokumentieren, schon eine besondere Herausforderung. Verlassene Zellen, lange Gänge, unendlich viele Treppen, Schlösser, Kameras, dicke Mauern und Gitter überall. Kleine Flächen für Freigang. Man hört nur seine eigenen Schritte, Schritte der Freiheit! Der Ort kann viel erzählen.
Bei diesem Thema musste! die Gestaltung überwiegend in s/w sein. Ich wollte Emotionen erzeugen und mein Gefühl bei dieser Tour reflektieren. Es ist schön, dass mir das gut gelungen ist. 120 Jahre Gefängnisgeschichte sollen nicht so ganz spurlos verschwinden.
Angela, für deine lieben Zeilen und dem Herz bedanke ich mich, es ist soviel Lob. Gerne stelle ich euch noch in diesem Jahr ein oder zwei neue Lost Place vor, dann möchte ich mich für den Winter/Frühling mal anderen Themen widmen.
Liebe Grüße von einem wunderbaren Herbsttag in meinem Halle sendet dir Birgit
Liebe Birgit,
"Die Leere bleibt", was für ein spannender, neugierig machender und die Situation präzise kennzeichnender Titel - plakativ positioniert in einem Schwarzweiß-Bild, das den Raum öffnet, Einblick gewährt und ahnen lässt, worum es geht. Mit Spannung, mit großem Interesse bin ich mithilfe deines eindrucksvollen und erlebnisstarken Fotobuches in das Innere der JVA gelangt - emotional aufgeladen durch die Thematik, die Bildschnitte, die präsentierten Lichtverhältnisse, die über SW über das Gebäude den Schauder des Schreckens, der staatlichen Gewalt und der Ungerechtigkeit legen und ausbreiten. Von Seite zu Seite. Mit keinem Farbfoto wäre dir dies besser gelungen. Die harten Kontraste wie auf S. 7, 13, 22 und anderen unterstreichen die brutale Szenerie, die klare Ideologie. Details wie "Schloss und Riegel", handschriftliche Notizen geben dem Buch emotionale Tiefe. Knappe Texte im Stakkato-Stil wie "Abziehen nicht vergessen !!!" (Befehlston mit drei Ausrufezeichen) atmen den Geist der Kleingeister, rufen Geschichte wach und beflügeln die Fantasie, wie auch die minimalistischen Bilder mit dem Kleiderbügel S. 39, ein einzelner Stuhl S. 48 u.a.
Liebe Birgit, diesen (Un-)Ort hätte ich auch gerne fotografiert. Alles in Schwarz-Weiß. Aber dir ist das schon recht gut gelungen, und ich schicke dir gerne und verdientermaßen ein Herz (Nr. 25) und meinen Kommentar.
Eine gute Zeit in schwierigen, aufgewühlten Zeiten - und halte fest, was festhaltenswert ist - wie diesen Ort des Schreckens, weil du damit eine wichtige Aufgabe erfüllst.
Bildschöne Grüße,
Claus
Lieber Claus,
zuerst sage ich vielen Dank für deine netten und anerkennenden Zeilen. Ich freue mich immer sehr.
Ach ja, das Cover. Da zerbreche ich mir immer etwas den Kopf. Es soll auf den ersten Blick interessant sein und den Betrachter in seinen Bann ziehen. Und, es soll Neugier erzeugen und zum Betrachten einladen. Deine Tipps, etwas mehr in die s/w Gestaltung zu gehen, habe ich beherzigt. Nun ist ja auch das Thema "Lost Places" wie gemacht dafür. S/W ist ein starkes Ausdrucksmittel, insbesondere da wo ich Emotionen erzeugen will. In meinem vorletzten Fotobuch "Die verbotene Stadt" habe ich auch zu großen Teilen mit s/w gearbeitet. Vielleicht aber etwas zu wenig?
Aufgrund meiner Erfahrungen auf meinen Fototouren habe ich meine Blicke mittlerweile geschärft und gebe mir viel Mühe vergessenen Orten ein bisschen Leben einzuhauchen und seine Geschichten zu erzählen. Sie sollen nicht vergessen werden. Ich arbeite daran.
Dann gerne auf ein neues Fotobuch. Ein oder zwei werden noch in diesem Jahr kommen. Dann ist Winterpause oder wie es heute heißt "Homeoffice" angezeigt. Es gibt auch noch andere Themen abseits von Lost Places.
Viele Grüße aus dem herbstlichen Halle von Birgit
Hallo Silbermotte, da muss ich doch gleich noch Mal schreiben. Bei uns hier im Vorerzgebirge ist das Wetter ebenso wie in Halle. Unsere Tochter studiert an der Uni in Halle und wir lieben diese Stadt. Besonders schick finde ich das Paulusviertel rund um die tolle Kirche. Aber auch an der Saale ist es sehr schön. Jetzt werde ich bestimmt immer wenn ich bei unserer Tochter bin, an dein Fotobuch denken. Schönen Abend und viele Grüße Katla.
Hallo Katla1,
er freut mich, dass euch meine Heimatstadt (seit über 40 Jahren) gefällt. Du hast recht, das Paulusviertel ist schon schön, eine mit der gefragtesten Wohngegenden in Halle überhaupt. Halle ist schön, obgleich sie auch hier und da ihre Ecken und Kanten hat. Aber die hat halt jede Stadt. Toll dass du über die Stadt Halle einen Bogen zu mir schlägst. Kleiner Tipp am Rande: Es gibt zwei Fotobücher von mir über Halle, schau gerne mal rein, vielleicht gefallen sie dir.
Dann danke ich dir für deinen netten Zeilen und sage Tschüss aus der Stadt der Halloren, Hallunken und Hallenser. Birgit