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Re: 16. Dezember | Kategorie: RätselHeischebrauch
Re: 16. Dezember | Kategorie: RätselBrauchtum vor allem in Österreich:
Gab es im Dorf ein ganzes Jahr keine Hochzeit, wird ein gefällter und entasteter Baumstamm (sogenannter Bloch) geschmückt und mit einer Tafel versehen, die folgende Aufschrift enthält: Weil wir nicht gingen ins Ehejoch, müssen wir ziehen das schwere Bloch Auf der festlich geschmückten "Waldbraut" sitzt der aktuelle "Bräutigam" im Frack und Zylinder und wird von den unverheirateten Jungen und Mädchen durch das Dorf gezogen. Heute wird die Muskelkraft wohl eher durch eine Traktor ersetzt.
Re: 16. Dezember | Kategorie: RätselDas Bloch ist ein alter Appenzeller Brauch, bei dem ein Baumstamm von Dorf zu Dorf gezogen wird.
Die Zugmannschaft besteht aus rund zwanzig Männern, welche paarweise gehend, den Blochwagen an einem Seil mit hölzernen Zugstecken hinter sich herziehen. Mit ihrer Kleidung und Ausrüstung stellt die Zugmannschaft verschiedene Berufe dar, welche einen Bezug zum Werkstoff Holz haben, wie zum Beispiel Zimmermann, Sennen etc. Gruß DSL-schnell
Re: 16. Dezember | Kategorie: RätselEs handelt sich um einen Fasnachtsbrauch aus dem Appenzeller Land, wo in den Orten Herisau und Urnäsch ein Bloch (=Baumstamm) von 45 Mitgliedern der Blochgesellschaft auf einer festgelegten Route durch einige Dörfer des Appenzeller Hinterlandes gezogen wird. Diese Umzüge finden am Blochmontag, das ist der Montag nach Aschermittwoch, statt. In den Dörfern Schwellbrunn, Hundwil und Stein findet ein Bubenbloch statt, bei dem Jungen im Schulalter den Bloch ziehen. Die Ursprünge des Brauchs sind weitgehend unbekannt, es gibt erste Berichte von diesem wahrscheinlich uraltem Brauch aus dem frühen 19. Jh.. Der Brauch war früher auch in anderen Alpenregionen bekannt, z.B. in Tirol. Belegt ist eine Blochkommission von 1899 bis 1914 in Herisau. Mit Ausbruch des 1. Weltkrieges wurde das Blochziehen verboten. Erst fast 100 Jahre später wurde der Brauch neu belebt.
Viele Grüsse
Kunigunde Re: 16. Dezember | Kategorie: RätselIch fahre diesmal nicht mit meinem Trecker nach Berlin, um zu demonstrieren.
Die drei Jahre sind um und so mache ich mich mit meinem 150-PS-Trecker auf den Weg nach Kirchhellen, um mich dort in der größte Klasse mit anderen Stark-PSern zu messen. Wie immer sind unterschiedliche Disziplinen zu bewerkstelligen und dicke Baumstämme anzuspannen, hin- und zurück zu schleppen. Meine Lieblingsdisziplin ist die Langstrecke, ich habe das richtige Quäntchen Gas im Fuß und die Reifen ordentlich aufgepumpt, um nicht im Modder zu versacken oder bei Vollgas einen Kavalierstart hinzulegen. Lieber Gruß, pitty
Re: 16. Dezember | Kategorie: RätselIch habe schlicht keine Ahn7ng, schließe mich aber den Erläuterungen bezüglich Appenzell an
Äh, ja - warum? Nun, in meinem früheren Berufsleben bin ichmal über ein Lied von Vico Torriani (kennt den noch jemand Das ging so: Mein Vater ist ein Appenzeller Isst den Käs‘ mit samt dem Teller Ich gehe mal davon aus, Menschen, die zu obigem fähig sind, auch Baumstämme durchs Dorf schleifen.... Re: 16. Dezember | Kategorie: RätselAlso, die Theorie vom Blochzug im Appenzeller Land gefällt mir. Und noch etwas habe ich im Netz entdeckt: Es gibt seit Anfang des 13. Jhrh. auch das Larchziehen (auch Block- oder Blochziehen) in den Öztaler Alpen, das dort alle 5 Jahre stattfindet. Das gleiche Spektakel, nur ein anderer Name und ein anderer Ort. Meinen Recherchen zufolge handelt es sich außerdem um einen Faschingsbrauch und nicht etwa um eine (vor-)weihnachtliche Tradition. Aber es steht ja auch nirgends in der Rätselfrage, dass es sich um Letzteres handeln muss.
Re: 16. Dezember | Kategorie: RätselIch kenne auch das Larchziehen in Tirol, wo die Junggesellen alle 5 Jahre zu Fasnacht eine tonnenschwere Lärche durchs Dorf ziehen. Diese (und auch anderes Holz) wird anschließend, versteigert.
Re: 16. Dezember | Kategorie: RätselLiebe Sylke,
ich finde es großartig, dass Sie mich fragen, warum ich von Haus zu Haus ziehe und dabei einen riesigen Baumstamm dabei habe. Ich habe mich beim Kirchheller Vereinsvorstand der Treckerzunft erkundigt, wann das Baumstammziehen heuer stattfinden wird. Der Vorstand sagt, ich muss woanders hin: Es kann sein, dass ich - hilfsbereit wie ich nun mal bin - diesmal vor Aschermittwoch die Appenzeller bei ihrem Brauch des Blochziehens unterstützen werde. Allerdings muss ich dabei auf meinen Trecker verzichten. Aber ich kann meine langjährige Erfahrung einbringen und werde dem mitgenommenen Ofen ordentlich einheizen. Lieber Gruß, pitty
Re: 16. Dezember | Kategorie: RätselDer Entsorgungsdienst schleppt die abgeschmückten Weihnachtsbäume zum Auto und und muss dabei von Haus zu Haus.
Re: 16. Dezember | Kategorie: RätselBei uns sorgt ein Verein für die Abfuhr, aber die Herren laden die alten Weihnachtsbäume auf einen großen Anhänger und schleppen sie nicht von Haus zu Haus.
Liebe Grüße
Silber-Distel Re: 16. Dezember | Kategorie: RätselIch gehe mal davon aus, dass ein alter Osterbrauch aus der Steiermark gemeint ist:
Wenn ein ganzes Jahr vergangen ist, ohne daß es eine Hochzeit in der Gemeinde gegeben hat, so müssen alle ledigen Bursche des Dorfes im nächsten Forst einen Eichenstamm kaufen und denselben herein in’s Dorf ziehen. Dieselbe Aufgabe fällt den ledigen Frauen zu, nur wird für diese ein etwas kleinerer Stamm gewählt, als für die Burschen. Auf dem Marktplatz werden dann beide Stämme versteigert und mittelst des Ertrages ein fröhlicher Tanz angeordnet. Angeblich soll es im gleichen Jahr dann viele Hochzeiten gegeben haben.....
Re: 16. Dezember | Kategorie: RätselHistorische Quellen belegen, dass in der Fasnachtszeit ledige, aber heiratsfähige im Ort ansässige Menschen damit verhöhnt werden sollten. Tatsächlich waren aber hauptsächlich ledige Mädchen und Jungfern betroffen, die dann unter dem Gejohle der Dorfbewohner einen entästeten Baumstamm durch das Dorf ziehen mussten.
Eigentlicher Hintergrund des Brauchs ist das Heiraten, In Fiss im Tiroler Oberland gilt das Blochziehen als ein alter Fasnachtsbrauch, mit dem der Winter ausgetrieben werden soll. Im südlichen Burgenland war es Tradition, das Blochziehen in den Jahren stattfinden zu lassen, in dem im Dort keine Hochzeit gefeiert wurde. Auch in der Schweiz im Appenzeller Land wird dieses Brauchtum zur Fasnachtszeit gepflegt. Etwa seit der 2000er Wende erlebt das Blochziehen einen neuen Boom und gehört seit Oktober 2011 sogar zum immateriellen Welterbe der UNESCO.
Re: 16. Dezember | Kategorie: RätselMit dem „Brett vorm Kopf!“ will Sylke uns auf den Holzweg führen.
Dieser Spruch kommt aus der Zeit, als Ochsen als Zugtiere eingesetzt wurden und für die Kraftübertragung ein hölzernes Joch benutzt wurde, das den Ochsen vor die Hörner gelegt wurde. Da der Ochse als Sinnbild des Dummen gilt, wird übertragen, dass dieses Joch (Brett) vor dem Kopf das Denken behindert! Wer ist online?Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste
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