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Alte Fotos, Dias und Negative digitalisieren
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FotoFreunde

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Alte Fotos, Dias und Negative digitalisieren

Ungelesener Beitragvon FotoFreunde » 03.04.2017, 15:23

Digitalisieren Sie Ihre Erinnerungen - alte Fotos, Dias und Negative digitalisieren.
 
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Der Frühlingsputz stand an und Sie sind beim Entrümpeln auf dem Dachboden und im Keller auf alte Schätze gestoßen. Leicht verstaubte Kisten, deren Inhalt sich erst beim Anheben erahnen ließ offenbarte bei näherer Betrachtung nicht die vermuteten alten Disco Hits vergangener Jahre auf Vinyl, sondern echte Raritäten, gebannt auf Fotopapier. Warten Sie nicht zu lang um Ihre Familienchronik zu verfassen, den je länger Sie warten, desto größer die Gefahr, dass die alten Fotos weiter vergilben, verkratzen oder alte Dias gar Schimmel ansetzen. Der Schaden kann dann nicht mehr reparabel sein. Gehen Sie es an!
 
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Ein guter Grund für diese Situation gewappnet zu sein und die wertvollsten Momente gleich in das digitale Zeitalter herüberzuretten. Wie Sie Ihre Fotos für die Digitalisierung vorbereiten und schließlich auf die optimale Art und Weise bearbeiten, möchten wir Ihnen in diesem Beitrag der Reihe nach vorstellen.

Was genau benötigen Sie?

Mit einem Computer, einem üblichen Flachbettscanner oder gar einem Multifunktionsgerät und der dazugehörigen Software ist ein Leichtes, jedes Foto in eine digitale Form zu bringen. Besitzen Sie zudem einen 19 oder 20 Zoll Monitor, einen Rechner mit ausreichend viel RAM-Speicher, einer zügigen Festplatte und natürlich einem flotten Prozessor. Eine gute Grafikkarte ist der Sache immer dienlich, denn wir benutzen Grafikanwendungen und die verschlingen eine ganze Menge an Rechenleistung. Mit einem heutzutage im Handel erhältlichen Desktopcomputer oder einem Laptop sind Sie bereits bestens gewappnet.
Läuft unsere Bestellsoftware auf Ihrem Rechner, dann steht dem Erfolg einer Digitalisierung eigentlich nichts mehr im Weg.

Mittlerweile werden auf dem Markt eine ganze Reihe von Foto-, Diascanner und Negativscannern angeboten, vor deren Kauf man sich allerdings eingehend mit dem entsprechenden Gerät auseinandersetzen sollte. Hier kommt es ganz auf gute Qualität, die Auflösung und auch die Leistung der Geräte an, damit Sie zügig vorankommen. Wichtig wäre also beim Kauf eines solchen Geräts zu wissen, wie viele Bilder, Negative oder Dias Sie, in welcher Zeit hintereinander digitalisieren können.

Die wohl einfachste Art und Weise der Digitalisierung besteht jedoch darin, Ihre Bilder mit einem handelsüblichen Flachbettscanner zu digitalisieren.
  • Achten Sie beim Vorbereiten der Fotos auf Sauberkeit. Reinigen Sie den Scanner vorab gründlich, um aufwendige Retuschen im Nachgang zu vermeiden.
  • Sie sparen viel Zeit, wenn Sie mehrere Bilder gleichzeitig scannen und abspeichern. Die Trennung der einzelnen Bilder kann dann mittels eines Bildbearbeitungsprogramms im Nachhinein erfolgen.
  • zum Scannen von Negativen wäre es sinnvoll, einen handelsüblichen Negativscanner zu verwenden. Der Scan mit einem Flachbettscanner ist auch möglich, liefert den Druck aber dann nur in Schwarz-Weiß.
  • jeder Scanner liefert in der Regel ein entsprechende Scanner-Software mit. Bei alten Fotos sollten Sie als Voreinstellung die "Aufsichtsvorlage" als Farbraum RGB und als Farbtiefe 24 Bit festlegen. Einfachere Bildbearbeitungsprogramme können mit Farbtiefen jenseits der 24 Bit und einem anderen Farbraum als RGB oftmals nichts anfangen.
Digitalisierung von Fotos mit der Digitalkamera
 
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  • Sie sollten eine Kamera verwenden, die in der Lage ist, hochauflösende Fotos zu schießen.
  • die abzufotografierenden Bilder sollten plan aufliegen.
  • Fotografieren Sie ohne Blitz um Spiegelungen zu vermeiden.
  • Lichtquellen sollten nie direkt auf das Foto gerichtet sein. Verwenden Sie mehrere Lichtquellen, um Schatten vorzubeugen.
  • Nehmen Sie ein Stativ zur Hilfe um Verwacklungen zu vermeiden.
Die besondere Aufmerksamkeit gilt der Wahl der richtigen Auflösung des Scans
  • sind die späteren Fotos für das Internet bestimmt, sollen sie ausschließlich über ein TV-Gerät, oder als Diashow auf dem Computerbildschirm betrachtet werden, dann reicht eine Auflösung von 100 dpi beim Scannen aus.
  • möchten Sie das Foto in derselben Größe ausdrucken wie das Original, dann scannen Sie mit einer Auflösung von 300 dpi.
  • Soll das gescannte Foto später noch vergrößert werden, dann sollte es etwas mehr sein. 600 dpi sind hierfür ausreichend.
Funktionen wie "Vergrößern" oder "Größe anpassen" vermeiden Sie, da die Gefahr besteht, den Scan zulasten der Qualität und der Auflösung "aufzublasen".

Möchten Sie auf Nummer sichergehen, scannen Sie das Foto in der höchstmöglichen Auflösung Ihres Scanners. Aber Vorsicht! Je höher die Auflösung, desto mehr Speicherplatz (bei 4800 dpi ca. 1 GB) und Leistungsressourcen Ihres Rechners werden in Anspruch genommen. Zudem benötigt die Verarbeitung der Zieldatei in den meisten Fällen viel Zeit. Allerdings erhalten Sie ein optimales Ausgangsprodukt, um z. B. dann optimal aufgelöste Bilder für Ihre Diashow zu generieren. Gesetzt den Fall, empfehlen wir eine Auflösung von 1200 dpi. Probieren Sie es am besten im Vorfeld einmal aus.

Das richtige Zielformat (Dateityp)

Sie sollten Ihre Bilder stets als TIFF-Dateien speichern. Im Gegensatz zur gängigen JPEG-Datei werden Ihre Bilder nicht komprimiert und Sie erhalten eine optimale Ausgangsdatei für die weitere Verwendung mit einem Bildbearbeitungsprogramm.

Bildkorrekturen vornehmen

Grundsätzlich gilt, dass Sie möglichst viele Bildkorrekturen bereits im Scanprogramm vorwegnehmen, weil in dieser Phase noch die meisten Bild-, Farb- und Tonwertinformationen zur Verfügung stehen. Aus diesem Grund bitte stets Schwarz-Weiß Fotos bereits in einer Farbtiefe von 24 Bit scannen! Alle weiteren Bildkorrekturen wie das Retuschieren von Kratzern oder Knicken, Staub und Schmutz lassen sich bequem mittels eines Bildbearbeitungsprogramms vornehmen. Ein sehr hilfreiches Werkzeug wäre als Beispiel für "Adobe Photoshop" die "Stempel-Funktion" oder in "Paint.net" beispielsweise die entsprechende "Klonen-Funktion".

Was ist bei bereits gedruckten Vorlagen zu beachten?

Gedruckte Vorlagen enthalten bereits eine Rasterstruktur, die beim Scannen mit dem Raster des Scanners überlagert. Dies führt zu Störungen, den sogenannten Moiré-Effekten. Die beste Methode dem Problem Herr zu werden ist, die Abbildung in einer höheren Auflösung zu scannen und danach in einem Bildbearbeitungsprogramm mittels "Helligkeit interpolieren" oder gegebenenfalls den "Weichzeichner" zur Hilfe zu nehmen. Danach skalieren Sie das Bild auf 300 dpi herunter und schärfen es.

Strichzeichnungen sollten Sie stets in einer hohen optischen Auflösung scannen. Auf diese Weise vermeiden Sie die häufig auftretende Pixeltreppenbildung.

Steigen Ihre Ansprüche mit der Zeit, empfiehlt es sich einen professionelleren Scanner anzuschaffen, der dann auch Durchsicht-Auflagen wie Negative und Dias in höchster Qualität digitalisieren kann.

Wir freuen uns bereits jetzt über Ihr reges Interesse an der Fotografie und auf Ihre professionellen Tipps zum Thema. Wir wissen, es ist ein weites Feld. Sie sind wie immer herzlich eingeladen, den ein oder anderen erwähnenswerten Tipp beizusteuern, um allen Interessierten die Informationen zu geben, die Sie benötigen um den kleinen Schatz, im Keller oder auf dem Dachboden, in gebührender Form zu digitalisieren und für folgende Generationen zu archivieren.

Vielen Dank bereits im Vorfeld für Ihre Unterstützung.

Freundlichst
Ihr Henrik
fred13
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Re: Alte Fotos, Dias und Negative digitalisieren

Ungelesener Beitragvon fred13 » 12.03.2018, 19:55

Da meine Frau hier Stammkunde ist, kann ich die Fotobücher wirklich sehr empfehlen, allerdings mit einer Einschränkung, die Digitaldateien müssen natürlich gut gescannt sein. Das war bei unseren ersten Negativen die wir eingeschickt haben leider nicht der Fall, meine Frau hatte bei Li..l einen Scanner für 29€ gekauft und der hat wirklich nur Schrott geliefert, wie wir im Nachhinein wissen. Ich habe mich dann der Sache angenommen und einen professionellen Dienstleister ausfindig gemacht, das war wie Tag und Nacht. Wir hatten ja noch die Indexbilder von den Filmstreifen und mussten feststellen, dass die damals im Fotolabor auch keine gute Qualität geliefert hatten, die Bilder hatten alle einen bräunlichen Farbstich, der war bei den Digitaldateien nicht mehr zu sehen und die Farben waren alle schön natürlich. Negative zu digitalisieren ist nicht so einfach, dass kann man auch schon bei diesem Artikel rauslesen, für Amateure eigentlich nicht geeignet. Auch höherwertige Scanner wie den von Li..l habe ich ausprobiert, das war ebenfalls nicht zufriedenstellend und verschlingt dazu noch viel Zeit.
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Silber-Distel

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Re: Alte Fotos, Dias und Negative digitalisieren

Ungelesener Beitragvon Silber-Distel » 13.03.2018, 05:59

Ich bin eben dabei, alte Negative und Dias von 1992 zu scannen, habe allerdings auch einen ziemlich günstigen Scanner. Meine ältesten Dias waren von 1980. Natürlich erziele ich keine so guten Ergebnisse, wie ein Profi, aber für meine Zwecke bin ich ganz zufrieden. Ich habe inzwischen schon einige Bücher mit gescannten Dias erstellt. Vor allem die Vorbereitung meiner damal selbst verglasten Dias ist etwas aufwändig. Jedes wird geöffnet und innen und außen akribisch mit einem feinen Mikrofasertuch gereinigt. Und dann kommt auch nur das raus, was mit den damaligen Aufnahmegeräten möglich war und natürlich in der langen Zeit auch nicht besser geworden ist. Für die Nachbearbeitung nehme ich mir viel Zeit. Alle Fusselchen, die noch zu sehen sind, werden entfernt, die teils ausgebleichten oder veränderten Farben werden mit PhotoShop aufgehübscht und in etwa den ursprünglich natürlichen angenähert. So ein Dia erfordert bei mir schon mal 20 - 30 Bearbeitungsschritte, bis ich zufrieden bin. Die Ergebnisse kann ich nicht als Panorama über zwei Seiten einfügen, aber eine ordentliche Gestaltung in ansehbarer Größe ist durchaus möglich.
Mein erster Versuch war auch über einen professionellen Anbieter. Auf meine Anfrage wurde mir damals gesagt, dass ich an den Dias nichts vorbereiten müsste. Die Ergebnisse sahen dementsprechend aus. Da die Verglasung angelaufen und fleckig war, hätte ich natürlich vorher putzen müssen. D:| Seitdem mache ich das selbst. D:P Es macht Spaß und kostet mich nichts mehr zusätzlich. Ich habe noch so etwa 30 Kisten Dias und viele Negativ-Filme vor mir....
Liebe Grüße
Silber-Distel
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Sylke

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Re: Alte Fotos, Dias und Negative digitalisieren

Ungelesener Beitragvon Sylke » 13.03.2018, 15:32

Hallo fred13,

Sie können Ihre Negative auch in unserem Hause digitalisieren. Bei unseren Partnern erhalten Sie eine Fototasche, für Ihre Filme oder Negative. Vermerken Sie auf der Fototasche bitte den Bestellwunsch "Image CD". Sie erhalten mit Ihren Negativen und Abzügen zusätzlich alle Fotos als digitale Datei auf CD. Die Preise liegen in den Filialen aus.

Ihren Beitrag habe ich editiert.
Liebe Grüße
Sylke
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Re: Alte Fotos, Dias und Negative digitalisieren

Ungelesener Beitragvon fred13 » 13.03.2018, 22:55

Hallo Silke,
das hört sich nicht nach bester Qualität an, wenn man die Digitalisierung bei einem von euren Partnern machen lassen würde. Auf eine CD würden nur 50 Dateien von * raufpassen, * liefert deshalb wahrscheinlich nur auf SD Speicherkarten aus. Gute Digitalisierungen brauchen heutzutage schon ganz schön Speicherplatz, daran kann man auch schon die Qualität abschätzen.
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Sylke

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Re: Alte Fotos, Dias und Negative digitalisieren

Ungelesener Beitragvon Sylke » 13.03.2018, 23:12

Hallo Fred13,

wir digitalisieren die Negative. Unsere Partner nehmen nur den Auftrag entgegen. Haben Sie in unserem Hause schon einmal Negative digitalisieren lassen? Ein Kleinbildfilm hat max. 36 Bilder, die gut auf eine CD passen.

Ich danke Ihnen für Ihre Erfahrungen. Möchte Sie jedoch bitten, Fremdwerbungen in unseren Forum zu unterlassen.
Liebe Grüße
Sylke

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